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Projektbeschreibung
   
Projektdaten
  Das Informan Projekt ist Bestandteil des europäischen Forschungsförderungsnetzwerkes EUREKA. (Umbrella: EUREKA Factory Projekt (E! 2356)). An dem Projekt waren Forschungspartner  aus Belgien, Deutschland, Schweden Spanien und UK beteiligt. Die Finanzierung erfolgt über nationale Kontaktstellen. Der deutsche Anteil wurde vom PFT BMBF gefördert und begleitet. Die Laufzeit des Projektes war von Januar 2000 – März 2003.
Ausgangslage und Hintergrund
  Ausgangspunkt des Projektes war die Feststellung, dass Forschung zur Zukunft der Produktion in einzelne nationale und disziplinäre Ansätze zersplittert ist. Zudem liegen viele nationale Foresight Ergebnisse nur in der jeweiligen Landessprache vor oder sind erst gar nicht allgemein zugänglich.

Es bedarf jedoch einer gemeinsamen Anstrengung verschiedener Länder und Disziplinen, um die Herausforderungen, denen sich die Produktion in Europa in Zukunft zu stellen ha-ben wird, angemessen analysieren zu können. Akteure aus Politik und Industrie brauchen umfassende Ansätze, die der Vielzahl von Aspekten der Produktion gerecht werden und verschiedene Perspektiven auf die Produktion integrieren, um daraus Optionen für zu-kunftsorientierte Strategien zu gewinnen. Leerstellen im gegenwärtigen Erkenntnisstand können so aufgezeigt werden. Die Auswertung der Ergebnisse anderer Länder kann dazu beitragen, "blinde Flecken" in nationalen Betrachtungsweisen aufzudecken und Konflikte zwischen Entwicklungslinien aufzuweisen.

Ziele
 

Vor dem Hintergrund des skizzierten Spannungsverhältnisses zwischen Bedarf und Angebot im Bereich Manufacturing Foresight verfolgte das Informan Projekt folgende Ziele:

·       Sichtung der in den Partnerländern vorhandenen Studien zur Zukunft der Produktion

·       Zusammenstellung der darin vorhandenen Aussagen in einer einheitlichen Struktur

·       Ermöglichung des Zugriffs auf die gesammelten Informationen für interessierte Akteure in Wirtschaft und Politik

Daneben war es erklärtes Ziel des Projektes, durch die gemeinsame Arbeit der in verschiedenen Ländern und Disziplinen forschenden Institute das gegenseitige Verständnis für unterschiedliche Perspektiven auf die Zukunft der Produktion zu verbessern. Dadurch sollte ein Grundstein für ein Europäisches Netzwerk zum Manufacturing Foresight gelegt werden.
Vorgehen/Projektverlauf
  Zunächst wurden in den einzelnen Ländern die vorhandenen Studien zur Zukunft der Produktion gesammelt und analysiert. Parallel dazu fanden abwechselnd in den einzelnen Partnerländern mehrere Projekttreffen statt, auf denen die Forschungspartner sich gegenseitig ihre Organisationen und ihre Forschungsansätze vorstellten. In ausführlichen Diskussionen wurde eine geeignete Matrix-Struktur entwickelt, um die gesammelten Thesen in einer einheitlichen Form zu erfassen. Die Spalten dieser Matrix werden durch den Aspekt gebildet, den die jeweilige These schwerpunktmäßig behandelt, während in jeweils einer Zeile dieser Matrix sich Thesen finden, die gleiche Treiber für die prognostizierten Entwicklungen angeben.

Diese Matrixstruktur wurde in eine Access Datenbank umgesetzt. Die Eingabe der Thesen in diese Datenbank erfolgte durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Institute. Jeder These und jeder Quelle wurden Qualifizierungen wie etwa „abgeleitetes statement“ oder „Resultat einer Panel Diskussion“ zugeordnet. Weitere Felder der Matrix wie „Zeithorizont“ oder betroffener Sektor waren ebenfalls zuvor in gemeinsamen Diskussionen des Projektteams bestimmt worden. Insgesamt wurden etwa 1000 Thesen in die Datenbank eingegeben.

Die Datenbank wurde über eine eigens eingerichtete Website für eine Durchforstung mit verschiedenen Kriterien und Filtern zugänglich gemacht. So ist es z.B. möglich nach allen Thesen zu suchen, die Spanien für den Sektor „Maschinebau“ eingegeben hat oder auch alle Thesen herauszufiltern deren Zeithorizont größer als 10 Jahre ist. Die Website enthält neben Erklärungen der Matrix weitere Informationen zum Manufacturing Foresight.

Nach Abschluss der Eingabe begannen die einzelnen Projektpartner mit inhaltlichen Auswertungen der Datenbank. Parallel dazu wurden einzelnen „Test-user“ gebeten die Datenbank auszuprobieren. In einem abschließenden Treffen wurden erste Ergebnisse dieser Auswertungsansätze gemeinsam diskutiert.

Abschlussaktivitäten
  Die beteiligten Länder planen unterschiedliche Anschlussaktivitäten. Deutschland und Spanien erstellen nationale Webseiten. Das Cambridge Institute of Manufacturing plant eine internationale Foresight Konferenz, die sich mit den Ergebnissen von Informan auseinandersetzen wird. In Schweden wird überlegt die entwickelte Matrixstruktur für weitere nationale Foresight Aktivitäten zu nutzen. In Deutschland werden im Rahmen des Abschlussberichtes an das PFT ausführliche inhaltliche Analysen der Datenbank durchgeführt. Einige dieser Ergebnisse werden auf der deutschen Webseite zur Diskussion gestellt.
 
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